Pharmacy and herbal lore were parts of the classical Dioscorides’ Greek common heritage and of the traditional african medicine
Beschreibung
Das Werk von Dioskurides war etwa fünfzehn Jahrhunderte lang eine der Hauptreferenzen im Bereich der botanischen Medizin. Penius Dioskurides (1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung) war ein griechischer Arzt aus Anazarba in Kilikien, das heute im Süden der Türkei liegt. Um das Jahr 70 stellte er eine Liste medizinischer Pflanzen, Mineralien und Tiere zusammen und erläuterte deren Verwendung. Das in griechischer Sprache verfasste Werk,Περι υλης ιατρικης, ist besser bekannt unter seinem lateinischen Titel De Materia Medica. Das Fragment eines frühen Manuskripts, das Michigan Papyrus, lässt vermuten, dass das Originalwerk von Dioskurides keine Illustrationen enthielt. Die ersten bildlichen Darstellungen der Materia Medica wurden im so genannten Wiener Dioskurides präsentiert, der aus dem Jahr 512 n. Chr. stammt und besser bekannt ist unter den Namen Codex Aniciae Julianae, Codex Vindobonensis oder Codex Constantinopolitanus. Weitere Illustrationen finden sich im Ende des 7. Jahrhunderts erschienenen Kodex von Neapel, bekannt unter dem Namen Codex Neapolitanus.
Im 16. Jahrhundert war das Interesse an dem bereits sehr alten Werk des Dioskurides keineswegs erloschen. Im Gegenteil, denn die Rückbesinnung auf die Ursprünge der Antike war von einem wiederauflebenden Interesse an der Botanik begleitet. Darüber hinaus fand das Werk aufgrund der Erfindung des Buchdrucks eine weite Verbreitung und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt (ins Deutsche von Joannem Danzium, Frankfurt 1610, und von J. Berendes, Stuttgart 1902).
Im 18. Jahrhundert machten sich Jacquin und Kollár an das ehrgeizige Projekt, den Codex Aniciæ Juliαnæ und den Codex Neαpolitαnus zusammenzuführen und ließen mehrere Illustrationen reproduzieren. Die Zeichnungen wurden in Kupferplatten gestochen und mehrere Versuchsreihen ins Leben gerufen. Doch wurde das Projekt aus unbekannten Gründen wieder aufgegeben. Die Versuche nahmen vorweg, was letztendlich erst im 21. Jahrhundert Realität werden sollte, nämlich die.
Publikation der beiden schließlich vereinten Kodizes.